Natur & Wirtschaft

Natur & Wirtschaft

Ein Platz für biologische Vielfalt
Scherzer Gemüse geht neue Wege in der Dekade der Biodiversität, der Vielfalt von Tier- und Pflanzenarten und ihren Lebensräumen. Die UN-Dekade der Biodiversität 2011– 2020 ist ein Programm der Vereinten Nationen zum nachhaltigen weltweiten Schutz von biologischer Vielfalt. Das Bundesamt für Naturschutz hat dazu das Bundesprogramm Biologische Vielfalt aufgelegt.

Die Situation anderswo
Viele meist großflächige Gewerbe- und Industrieflächen werden als nicht mehr zeitgemäß, als zu pflegeintensiv und kostenträchtig oder schlichtweg als unschön betrachtet: Oft gemähte Rasenflächen und ein paar einsame Bäume – soweit das Auge reicht. Kein Platz für Pflanzen, keiner für Tiere. Und langweilig für Menschen. Eine naturnahe Ausrichtung wäre eine Lösung, denn naturnahe Begrünungen liegen nicht nur im Trend, sondern sind im Schnitt kostengünstiger als naturfremde. Solche Flächen sind blütenbunt und außerordentlich pflegeleicht: Kein Gießen wenig Mähen, wenig Unkraut.

Heimische Wildpflanzen auf einen Blick:
• ökologisch wertvoll für Insekten und Vögel
• bunt statt nur grün
• wechselnde Bilder übers Jahr
• kostengünstig in der Anlage
• pflegeleicht in der Unterhaltung
• Gewinn für Mensch und Tier

Pilotprojekt bei Scherzer Gemüse
Mit diesem Hintergrund startete Scherzer Gemüse in Waldeck 2015 mit seinem naturnahen Außengelände. Rund 2,2 Hektar Außenfläche wurden natürlich gestaltet. Das sind über 14% der Gesamtfläche. Dazu gehören Blumenwiesen, Blumenrasen, verschiedene Wildblumensäume mit höheren Wildstauden sowie Wildstrauchhecken und Bäume aller Art. Es wurden allein über 30 flache Naturteiche und drei Wassergräben für Laubfrösche und Gelbbauchunken angelegt. Dazu kommen zahlreiche Trockenstandorte und Magerwiesen für Zauneidechsen. Wurzelstöcke und Totholzstämme sind lebenswichtig für gefährdete Wildbienen unserer Heimat. Saatgut, Wildstauden und Wildgehölze für die Pilotflächen stammen aus nächstmöglicher Nähe.

Alles auf einen Blick:
• 1120 Wildsträucher und Bäume in 92 Arten
• 3630 Wildstauden von 100 Arten
• 17800 frühlingsblühende Zwiebeln und Knollen
• 9105 m2 Wildblumensäume und Wildgehölzhecken
• 3850 m2 Naturteiche und Feuchtflächen
• 3487 m2 nährstoffreiche Blumenwiesen
• 2774 m2 nährstoffarme Blumen-Schotter-Rasen
• 1370 m2 Sumpfbecken und Wassergräben
• 800 m2 magere Blumenwiesen und Trockenstandorte
• 492 m2 nährstoffreiche Blumenrasen

In Zusammenarbeit mit
www.reinhard-witt.de

UNSER ZERTIFIKAT
• Naturgarten Zertifikat